Renault Clio Cup
Rasante Premiere im Tourenwagen für Simon Reicher
07. Juni 2016 Zurück zur Artikelübersicht »

Auf seine Premiere im Tourenwagen darf er durchaus stolz sein: Simon Reicher, Schüler der 6. Klasse am Werkschulheim Gymnasium in Felbertal ist an diesem Wochenende erstmals in der Serie Central Europe des Renault Clio Cup gefahren – und startete in seinem ersten Rennen gleich auf dem anspruchsvollen Sachsenring. Der Sachsenring ist eine der traditionsreichsten Rennstrecken Deutschlands. Er liegt im Erzgebirge zwischen Chemnitz und Zwickau.

„Das ganze Wochenende hat richtig Spaß gemacht“ freut sich der Sechzehnjährige. „Dafür, dass ich mein allererstes Rennen im geschlossenen Wagen gefahren bin, ist es erstaunlich gut gelaufen.“ Schon im Qualifying lag Simon Reicher mit seinem Renault Clio gut auf der Strecke und sicherte sich für das erste Rennen die gute Startposition 9.

Beim Start konnte das sympathische Nachwuchstalent sofort ein paar Plätze gutmachen, verlor aber in der ersten Kurve die vordere Position wieder und fiel etwas hinter das Feld zurück. „Mir fehlt einfach noch die Erfahrung im Tourenwagen. In der zweiten Runde habe ich mich wegen der zu kalten Reifen einmal gedreht. All sowas gehört zum Lernprozess dazu“ erklärt Simon. „Für meine Verhältnisse bin ich gut gefahren, ich habe weder einen Unfall gebaut noch den klassischen Anfängerfehler beim Start begangen und den Wagen abgewürgt.“ Beenden konnte der jüngste Tourenwagen Sportler Österreichs sein Premierenrennen auf dem guten 10. Platz.

Auch im zweiten Rennen des Wochenendes startete Simon Reicher auf Platz 9 und beeindruckte erneut mit einem einwandfreien Start. Nachdem er direkt mehrere Konkurrenten überholen konnte, blieb er auch in der schwierigen ersten Kurve gut im Feld und fiel erst nach ein paar Runden etwas zurück. Schon hat der Schüler aus den Faux-Pas des ersten Rennens gelernt: „Wir haben uns besprochen und dieses Mal auf wärmere Reifen geachtet. Beide Rennen haben mir total Spaß gemacht und ich weiß, was ich nächstes Mal besser machen werde.“ Mit einer schönen Zweitplatzierung in der Juniorwertung konnte Simon Reicher das Rennwochenende gut gelaunt beenden.

Erst dieses Jahr wechselte der ehemalige Kartfahrer zum Tourenwagen und fährt derzeit im Certainty Racing Team, für das er gemeinsam mit seinem Mitfahrer satte 50 Punkte einfahren konnte. „Kartfahren und Autofahren sind zwei verschiedene Welten“ schwärmt der junge Kirchberger. „Allein 30 Minuten konzentriert durchzufahren ist eine echte Herausforderung! Dazu hat der Sachsenring großen Spaß gemacht. Die Kurven verlangen dem Fahrer echt Mut ab, da macht sich jede kleine Lenkbewegung bemerkbar.“ In dieser Rennsaison plant Simon, so weit wie möglich nach vorne zu kommen und viele Punkte in der Juniorwertung einzuheimsen. Auch langfristig arbeitet er auf eine Rennfahrerkarriere hin und visiert als nächstes Ziel klar die DTM an.

Für sein nächstes Rennen will Simon Reicher schon im Qualifying noch mehr Gas geben, um in der Startaufstellung von einer vorderen Position zu starten. „Ich möchte meine Fähigkeiten erweitern und definitiv meinen Zeitabstand verringern. Meine Chancen stehen gut, weil wir dieses Mal schon vorher zum Testen hinfahren.“ Das nächste Rennen des Renault Clio Cup Central Europe in Oschersleben lässt Simon zugunsten einer Schularbeit ausfallen und konzentriert sich stattdessen auf den dritten Lauf am 11. und 12. Juni im belgischen Spa-Francorchamps.

 

profil

Der Rennfahrervirus hat ihn seit 2008 fest im Griff: Simon Reicher startete seine Asphaltkarriere als Achtjähriger im Kart und wechselte schnell vom lockeren Kurvenfahren auf dem Parkplatz zum schnellerem Tempo auf der Rennstrecke. Heute fährt er als einer der jüngsten GT-3 Tourenwagenpilot in verschiedenen nationalen und internationalen Rennserien.

„Einfach auf’s Gas steigen, das ist total mein Ding!“ schwärmt der neunzehnjährige Kirchberger von seiner Leidenschaft. „Die Geschwindigkeit, die coolen Autos, der Geruch der Rennstrecke nach Gummireifen, Benzin und Abgasen, dazu der Sound – das macht mir Gänsehaut!“ Mit seinem Vater Peter Reicher suchte Simon nach erfolgreichen Jahren im Kart eine passende Alternative zum Formelsport, die er im GT3- Rennsport für sich gefunden hat. Hier lernte er sein heutiges Team YACO Racing kennen, das große Stücke auf den Abiturienten und Mechatroniker hält.

Mehr Informationen über Simon Reicher >>>


 

 

Chassis
Audi R8 LMS EVO
Aluminium
ADAC GT Masters
Gewicht 1.235 kg

Engine
Audi – V10 Zylinder – 5200 ccm
Maximum Geschwindigkeit: 585 PS
Maximum Drehmoment: 550 Nm

Getriebe
Antrieb: Heckantrieb
Schaltung: 6 Gänge, sequenziell, Wippenschaltung

 

 

Performance
Beschleunigung: 0-100 km/h in 3.2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 305 km/h

About
Die zweite Baureihe des Audi R8 LMS startet seit 2016 im ADAC GT Masters und erhielt für 2019 einen Evo-Kit, mit dem unter anderem die Aerodynamik und die Kühlung optimiert wurden. Der R8 ist in dieser Saison mit 13 Exemplaren erneut das meistvertretene Fahrzeug im Starterfeld.