DMV-GTC
HOCKENHEIMRING (GER)
„Motorsport pur und lässige Rennen am Red Bull Ring“
28. Mai 2019 Zurück zur Artikelübersicht »

Als Gaststarter ging der junge Österreicher Simon Reicher am vergangenen Wochenende beim DMV-GTC-Rennen auf dem Red Bull Ring an den Start. Gemeinsam mit seinem alten Team YACO Racing wollten sie an vergangene Erfolge anknüpfen: „Es war unglaublich. Motorsport pur und ein fantastisches Ergebnis. Ich bin begeistert“, schwärmte der 19-Jährige.

Ausgetragen wurde der dritte Lauf in der Dunlop 60 und DMV-GTC Serie. „Es macht einfach wahnsinnig Spaß in dieser Serie zu fahren. Du kannst dich mit Größen des Motorsportes wie Kenneth Heyer und Uwe Alzen messen, ohne gleich das Auto zu riskieren. Hartes Fighten, um die Positionen ohne unüberlegte Aktionen zu starten, ist einfach grandios. Wenn ich da an das zweite Rennen am Sonntag denke, kann ich mir nicht vorstellen, dass in der ADAC GT Masters alle Fahrzeuge in Runde zwei gegangen wären “, berichtete der Youngster. 

Und so startete Simon Reicher nur wenige Kilometer von seinem großelterlichen Haus entfernt,  bereits am Freitag sehr erfolgreich ins Wochenende. „Für uns ging es in erster Linie darum zu sehen, ob das Auto das macht, was wir ihm mit Einstellungen vorgeben und ob dabei als Ergebnis schnelle Rundenzeiten heraus kommen. Das wir gleich im ersten freien Training auf Platz drei fuhren, im Zeittraining sogar auf Platz zwei standen und das erste Mal einen GT-3-Boliden aus der ersten Startreihe ins Rennen pilotierten, freute mich und mein Team natürlich um so mehr“. 

Den Höhepunkt seines Wochenendes sicherte sich der Kirchberger mit einem Podiumsplatz: „Platz zwei war der absolute Wahnsinn. Für Platz eins reichte es leider nicht. Zum einen sind wir mit dem kleineren Lufteinlass gemäß DMV Reglement gefahren, zum anderen hatten wir als Gaststarter 20 Kilogramm Zusatzgewicht im Auto. Und dann ist da ja noch die Charakteristik der Strecke, die unserem Audi R8 LMS nicht unbedingt in die Karten spielt. Dennoch wollte ich meine Position den Mitbewerbern nicht kampflos überlassen und es ihnen so schwer wie möglich machen“, analysierte der sympathische Österreicher die Situation.

Uns hat dann noch interessiert, wie groß der Unterschied zwischen den gefahrenen Dunlop Reifen zu den in der ADAC GT Masters eingesetzten Pirelli Pneus ist? „Ach, ich glaube, diese Frage wird überschätzt. Du musst mit dem einen Reifen schnell sein, genauso wie mit anderen, – egal  wie er heißt. Sie funktionieren alle ein bisschen unterschiedlich. Der eine hält ein wenig länger, der andere hat einen größeren Leistungs-Peak. Entscheidend für das in drei Wochen statt findende ADAC GT Masters Rennen hier am Red Bull Ring ist, dass wir jetzt schon Wissen, wie es zu funktionieren hat“, erklärte der 19-Jährige und fügte hinzu: „Mir hat die Zusammenarbeit mit meinem alten YACO-Team große Freude gemacht. Es war einfach nur cool, absolut top“.

Nach dem sehr erfolgreichen Wochenende stellt sich natürlich noch die Frage, ob der junge Österreicher noch in der DMV Meisterschaft eingreifen möchte? „Zunächst einmal haben wir noch einen Einsatz Mitte Juni auf dem Nürburgring geplant. Da die alte Grand-Prix-Streckenführung gefahren werden soll, bin ich natürlich Feuer und Flamme. Ob dabei mehr heraus kommt, sehen wir dann“. 

 

profil

Der Rennfahrervirus hat ihn seit 2008 fest im Griff: Simon Reicher startete seine Asphaltkarriere als Achtjähriger im Kart und wechselte schnell vom lockeren Kurvenfahren auf dem Parkplatz zum schnellerem Tempo auf der Rennstrecke. Heute fährt er als jüngster Tourenwagenpilot im Renault Clio Cup in der Serie Central Europe.

„Einfach auf’s Gas steigen, das ist total mein Ding!“ schwärmt der sechszehnjährige Kirchberger von seiner Leidenschaft. „Die Geschwindigkeit, die coolen Autos, der Geruch der Rennstrecke nach Gummireifen, Benzin und Abgasen, dazu der Sound – das macht mir Gänsehaut!“ Mit seinem Vater Peter Reicher suchte Simon nach erfolgreichen Jahren im Kart eine passende Alternative zur Formel 4 und fühlt sich im Renault Clio Cup sichtlich wohl. Hier lernte er sein heutiges Team Certainty Racing kennen, das große Stücke auf den engagierten Internatsschüler hält.

Mehr Informationen über Simon Reicher >>>


 

 

Chassis
Audi R8 LMS
Aluminium
ADAC GT Masters
Gewicht 1.235 kg

Engine
Audi – V10 Zylinder – 5200 ccm
Maximum Geschwindigkeit: 585 PS
Maximum Drehmoment: 550 Nm

Getriebe
Antrieb: Heckantrieb
Schaltung: 6 Gänge, sequenziell, Wippenschaltung

 

 

Performance
Beschleunigung: 0-100 km/h in 3.2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 305 km/h

About
Die zweite Baureihe des Audi R8 LMS startet seit 2016 im ADAC GT Masters und erhielt für 2019 einen Evo-Kit, mit dem unter anderem die Aerodynamik und die Kühlung optimiert wurden. Der R8 ist in dieser Saison mit 13 Exemplaren erneut das meistvertretene Fahrzeug im Starterfeld.