DMV-GTC
HOCKENHEIMRING (GER)
Simon Reicher will auf dem Nürburgring um Podium mitfahren
12. Juni 2019 Zurück zur Artikelübersicht »

Am kommenden Wochenende wird Simon Reicher seinen zweiten DMV-Lauf in diesem Jahr absolvieren. Natürlich wieder mit seinem alten Racing Team Yaco Racing – denn am Red Bull Ring vor zwei Wochen verlief die Zusammenarbeit wieder äußerst erfolgreich. Das Schaufler Paravan Race Weekend ist bereits das vierte Rennwochenende der DMV GTC und der DUNLOP 60 und Simon hat vor allem ein Ziel: Er will mit seinem Team richtig angreifen. „Ich freue mich schon riesig auf das Rennwochenende am Nürburgring. Wir fahren ja im Gegensatz zu dem, wie ich es gewohnt bin, nicht die kurze Grand-Prix-Strecke, sondern die ganze. Sprich: Insgesamt fünf Kilometer“, erklärt der Kirchberger euphorisch. 

Der 19-Jährige glaubt, dass er und Yaco Racing am Nürburgring einen weiteren Schritt nach vorne machen werden. „Am Red Bull Ring hat es schon super geklappt. Wir versuchen jetzt am Nürburgring, auch wieder eine super Performance abzuliefern. Es wird mit Sicherheit ein Stück besser werden, denn jetzt fahren wir mit einem anderen, größeren Restriktor, als auf dem Red Bull Ring. Wir werden unser Bestes geben und hoffentlich gelingt es uns, eine Top-Leistung abzurufen und ein schönes Rennwochenende zu genießen“, blickt Simon voller Vorfreude auf das bevorstehende Event. Wer legt den Restrikor, der auf Deutsch auch einfach nur Luftmengenbegrenzer genannt wird, fest? „Normalerweise werden die Rennen alle unter FIA-Reglement ausgetragen. Dementsprechend musst du entsprechend dieser Norm einen Restriktor verwenden – ansonsten bekommst du eine Strafe“, erörtert der Yaco Racing-Pilot. Er sieht in dem größeren Restriktor vor allem am kommenden Wochenende einen großen Vorteil. „Wir werden mit hundertprozentiger Sicherheit dank des größeren Restriktors besser angreifen können – vor allem dem Mercedes gegenüber auf der Geraden. Am Nürburgring ist ja wieder ein anderes Streckenlayout, da werden wir es ihnen definitiv versuchen, schwieriger zu machen“, äußert sich der sympathische Österreicher selbstbewusst. 

Hat sich Simon ein Ziel gesteckt für das Rennwochenende am Nürburgring? „Beim Dunlop 60 und vor allem auch bei den zwei einzelnen halbe Stunden Rennen ist es unser Ziel, einen Podiumsplatz zu erzielen. Hoffentlich wird es ein erfolgreiches Wochenende“, fasst der Kirchberger zusammen. 

Das Motorsport-Talent hat aber auch abseits der Rennstrecke allen Grund zu Freude: Er hat seine schriftliche und mündliche Matura bestanden – und kann sich ab sofort voll und ganz auf den Motorsport konzentrieren. „Ich bin megahappy, dass ich den Abschluss so gut hinbekommen habe. Jetzt habe ich auch etwas, worauf ich nach meiner Rennsport-Karriere zurückgreifen kann. Außerdem war es mir sehr wichtig, eine gute Bildung zu genießen“, schwärmt Simon. 

 

profil

Der Rennfahrervirus hat ihn seit 2008 fest im Griff: Simon Reicher startete seine Asphaltkarriere als Achtjähriger im Kart und wechselte schnell vom lockeren Kurvenfahren auf dem Parkplatz zum schnellerem Tempo auf der Rennstrecke. Heute fährt er als jüngster Tourenwagenpilot im Renault Clio Cup in der Serie Central Europe.

„Einfach auf’s Gas steigen, das ist total mein Ding!“ schwärmt der sechszehnjährige Kirchberger von seiner Leidenschaft. „Die Geschwindigkeit, die coolen Autos, der Geruch der Rennstrecke nach Gummireifen, Benzin und Abgasen, dazu der Sound – das macht mir Gänsehaut!“ Mit seinem Vater Peter Reicher suchte Simon nach erfolgreichen Jahren im Kart eine passende Alternative zur Formel 4 und fühlt sich im Renault Clio Cup sichtlich wohl. Hier lernte er sein heutiges Team Certainty Racing kennen, das große Stücke auf den engagierten Internatsschüler hält.

Mehr Informationen über Simon Reicher >>>


 

 

Chassis
Audi R8 LMS
Aluminium
ADAC GT Masters
Gewicht 1.235 kg

Engine
Audi – V10 Zylinder – 5200 ccm
Maximum Geschwindigkeit: 585 PS
Maximum Drehmoment: 550 Nm

Getriebe
Antrieb: Heckantrieb
Schaltung: 6 Gänge, sequenziell, Wippenschaltung

 

 

Performance
Beschleunigung: 0-100 km/h in 3.2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 305 km/h

About
Die zweite Baureihe des Audi R8 LMS startet seit 2016 im ADAC GT Masters und erhielt für 2019 einen Evo-Kit, mit dem unter anderem die Aerodynamik und die Kühlung optimiert wurden. Der R8 ist in dieser Saison mit 13 Exemplaren erneut das meistvertretene Fahrzeug im Starterfeld.