„Mein allergrößtes Ziel in Barcelona ist, das Rennen zu beenden“
26. August 2019 Zurück zur Artikelübersicht »

Am kommenden Wochenende (30.08-01.09) steht für Simon Reicher mal wieder ein Langstreckenrennen an – genauer gesagt das 24-Stunden-Rennen der Creventic in Barcelona. Der Circuit de Barcelona-Catalunya ist Neuland für den Österreicher. „Ich freue mich schon richtig auf Barcelona und darauf, mal wieder eine neue Rennstrecke zu fahren. Ich habe mir schon jede Menge Onboard-Videos angeschaut. Damit ich ein Gefühl bekomme, wie die Linie und die Gas- und Bremspunkte etc. sind. Natürlich habe ich auch wieder viel Sport gemacht, sodass ich für die 24 Stunden gut gerüstet bin“, verrät der Kirchberger voller Vorfreude, der für das Team Car Collection an den Start gehen wird.

Mit welchen Erwartungen geht der 19-Jährige, nach dem 24-Stunden-Rennen in Dubai Anfang Januar und dem 12-Stunden-Rennen in Mugello Mitte März, in sein drittes Langstreckenrennen? „Meine Erwartungshaltung ist gemischt. Ich gehe einerseits mit null Erwartungen in das Rennen, denn es ist eine neue Rennstrecke, auf der ich Kilometer und neue Erfahrungen sammeln kann und dann wird sich zeigen, was drin ist. Auf der anderen Seite fahre ich dort mit drei guten Gentleman. Wenn wir gut durchkommen, dann können wir in der Amateurwertung auf das Podium fahren. Je nachdem, wie gut wir durch das Rennen kommen, ist sogar ein Podiumsplatz in der Gesamtwertung möglich“, glaubt Simon. Er lasse sich einfach überraschen und sei auch gespannt auf die Leistung seiner Teamkollegen. 

Eine Sache liegt Simon in Barcelona besonders am Herzen: „Mein allergrößtes Ziel ist dieses Mal, dass wir keinen Unfall bauen und gut durchkommen. Bei den anderen Langstreckenrennen ist leider immer einer meiner Teamkollegen ausgefallen und dadurch habe ich noch nie ein Langstreckenrennen beenden können. Wir werden auf jeden Fall unser Bestes geben.“ Er persönlich will erneut ein Ausrufezeichen setzen: „Ich hoffe, ich kann dort die Leistung abrufen, die ich zuletzt auch bei meinem YACO Racing Team gezeigt habe. Außerdem möchte ich so wenig wie möglich Fehler machen und Top-Zeiten fahren.“ 

Beim Team Car Collection fühlt sich Simon wie schon in Dubai und Mugello gut aufgehoben: „Ich freue mich, wieder für Car Collection zu fahren. Das Team ist auf der Langstrecke sehr kompetent und weiß genau, was es macht – sonst hätten es das Rennen in Dubai nicht gewonnen.“

 

profil

Der Rennfahrervirus hat ihn seit 2008 fest im Griff: Simon Reicher startete seine Asphaltkarriere als Achtjähriger im Kart und wechselte schnell vom lockeren Kurvenfahren auf dem Parkplatz zum schnellerem Tempo auf der Rennstrecke. Heute fährt er als einer der jüngsten GT-3 Tourenwagenpilot in verschiedenen nationalen und internationalen Rennserien.

„Einfach auf’s Gas steigen, das ist total mein Ding!“ schwärmt der neunzehnjährige Kirchberger von seiner Leidenschaft. „Die Geschwindigkeit, die coolen Autos, der Geruch der Rennstrecke nach Gummireifen, Benzin und Abgasen, dazu der Sound – das macht mir Gänsehaut!“ Mit seinem Vater Peter Reicher suchte Simon nach erfolgreichen Jahren im Kart eine passende Alternative zum Formelsport, die er im GT3- Rennsport für sich gefunden hat. Hier lernte er sein heutiges Team YACO Racing kennen, das große Stücke auf den Abiturienten und Mechatroniker hält.

Mehr Informationen über Simon Reicher >>>


 

 

Chassis
Audi R8 LMS EVO
Aluminium
ADAC GT Masters
Gewicht 1.235 kg

Engine
Audi – V10 Zylinder – 5200 ccm
Maximum Geschwindigkeit: 585 PS
Maximum Drehmoment: 550 Nm

Getriebe
Antrieb: Heckantrieb
Schaltung: 6 Gänge, sequenziell, Wippenschaltung

 

 

Performance
Beschleunigung: 0-100 km/h in 3.2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 305 km/h

About
Die zweite Baureihe des Audi R8 LMS startet seit 2016 im ADAC GT Masters und erhielt für 2019 einen Evo-Kit, mit dem unter anderem die Aerodynamik und die Kühlung optimiert wurden. Der R8 ist in dieser Saison mit 13 Exemplaren erneut das meistvertretene Fahrzeug im Starterfeld.