Pole, Podium und Pokale am laufenden Band für Simon Reicher
23. Oktober 2019 Zurück zur Artikelübersicht »

Es war eines dieser Wochenenden, die der Kirchberger Simon Reicher nicht so schnell vergessen wird. Auf ganzer Linie erfolgreich – so präsentierte sich der 19-jährige Österreicher mit seinem YACO Racing Team beim Saisonfinale des DMV-GTC in Hockenheim. Hier die beeindruckenden Ergebnisse des Wochenendes: Das Dunlop 60 mit Platz acht im Zeittraining und Platz zwei im Rennen am Freitagnachmittag. Zeittraining eins im DMV-GTC mit Platz zwei, dritter im anschließenden Rennen, Pole Position im zweiten Zeittraining sowie dritter im Rennen am Samstagnachmittag. 

Mit diesem fantastischen Ergebnis sicherte sich Simon Reicher Platz zwei im Dunlop 60, Platz drei in der Gesamtmeisterschaft und den Meistertitel in der GT3 Klasse. Nach so vielen Erfolgen auf einmal sagte der Audi R8 Pilot: „Ich fand die Saison 2019 im DMV-GTC absolut cool. Hier mitzufahren macht wirklich sehr viel Spaß. Auch wenn wir nicht die gesamte Saison gestartet sind – die ersten beiden Rennwochenenden sind wir nicht angetreten und mussten dementsprechend die ersten vier Wertungsläufe streichen lassen – so haben wir trotzdem die Klassenmeisterschaft für uns entschieden. Eine Wahnsinnsleistung unseres Teams. Ich möchte nicht darüber nachdenken, wo wir gestanden hätten, wenn wir für alle Wertungsläufe Punkte eingesammelt hätten. Aber egal, jetzt sind wir bei „hätte, hätte Fahrradkette“. Von daher bin ich mega stolz auf uns. Das gesamte Team hat einen perfekten Job gemacht. YACO Racing hat mir die ganze Saison über ein fehlerfreies Auto hingestellt. Übrigens, mal etwas für die Statistik. Das war das 108. Rennen ohne technischen Ausfall für mein Team. Das spricht eine eindeutige Sprache. Vielen Dank an jeden Einzelnen, der daran so hart mitgearbeitet hat.“

Dabei begann für den Österreicher das Wochenende äußerst schwierig. „Ich möchte meinen, dass es für uns das schwierigste Wochenende der Saison war. Regen, trocken, halbtrocken, mit Slicks im Feuchten und lauter solche Sachen, das hat uns schon alles abverlangt. Das war mein erstes Mal bei solchen Bedingungen im GT3 Auto. Ich bin auch ein wenig stolz auf mich selbst, solch eine Leistung im Regen im Qualifying abgeliefert zu haben. Es war meine erst dritte Erfahrung mit dem GT3 Auto im Regen. Erst Regen, dann wieder mit Slicks im Trockenen. Das Umschalten, dass ich das gleich auf die Reihe gebracht habe und von Anfang an Feuer gegeben habe, war mein persönliches Highlight. Ich habe nicht damit gerechnet, dass mir das so gut gelingt. Ich bin sehr zufrieden. Dennoch gibt es für mich und mein Team noch einiges zu tun. Wir wollen ja als Team immer besser werden“, schwärmt der Student.  

„Am kommenden Wochenende (25. bis 26. Oktober) steht der neunte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft an, bei dem ich den zweiten Teil meiner Nordschleifen Permit absolvieren werde. Damit wäre das Thema Motorsport für dieses Jahr erst einmal gegessen. 2019, meine erste GT3 Saison. Ich bin persönlich wirklich zufrieden. Ich habe nicht nur mit YACO Racing in der DMV, sondern auch mit Car Collection in der Creventic bei den 24 Stunden Rennen gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist. Die Planung für 2020 ist in vollem Gange, dennoch kann ich noch nicht sagen, in welcher Serie wir angreifen werden. Die Saison 2019 war der Einstieg in die GT3, jetzt legen wir noch einen oben drauf und werden es 2020 besser machen. Schauen wir mal, wo uns der Weg hinführt“, erzählt Simon Reicher mit einem Augenzwinkern.

 

profil

Der 24-jährige Simon Reicher ist im Motorsport kein Unbekannter. Seine Karriere begann im Alter von 8 Jahren. Klassisch – auf der Kartbahn. „Ich bin froh im Kartsport, der klassischen Schule des Motorsports, aufgewachsen zu sein.“ Und das mit Erfolg. 2014 gewann das österreichische Motorsport Talent die 43. Trofeo delle Industrie im italienischen Lonato.

Nach seiner aktiven Zeit im Kartsport wechselte der Österreicher 2016 in den Automobil Rennsport. Dort gab er 2016 und 2017 sein Debüt mit dem niederländischen Certainty Racing Team in dem Renault Clio Cup Central Europe und in der TCR Germany. 2018 präsentierte sich er mit dem renommierten YACO Racing Team im Cockpit eines Audi RS 3 LMS bei den ADAC TCR Germany.

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