Simon Reicher: „Kein Preis ohne Fleiß“ auf der Nürburgring-Nordschleife
02. September 2020 Zurück zur Artikelübersicht »

 

Das ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen am 29. August gilt als Generalprobe für das 24 Stunden Rennen vom Nürburgring. Die Vierteldistanz stand für den jungen Österreicher Simon Reicher im Fokus seines Interesses. Gemeinsam mit seinem Team IRON FORCE RACING EPP Car Collection by TECE nahmen Simon Reicher und seine Teamkollegen Elia Erhart, Pierre Kaffer und Jan-Erik Slooten die bevorstehenden Aufgaben an.

In der Welt der Künstler ist eine schlechte Generalprobe ein gutes Omen, da sie einem Aberglauben zu folge zu einem guten Ergebnis in der Premiere führt. Simon Reicher bilanziert die Generalprobe mit den Attributen „schneller, besser, sicherer“ und führt aus: „Wir wachsen als Team zusammen. Wir greifen immer besser wie Zahnräder ineinander, was sich in routinierteren Abläufen aber auch schnelleren Rundenzeiten auf der Strecke bemerkbar macht.“ 

Platz 19 im Zeittraining am Samstag war sicher nicht das erklärte Ziel, sieht der Grazer Student sich in der Pflicht: „Ich bin noch etwas zu zögerlich beim Überrunden von langsamen Fahrzeugen auf der Strecke. Die Nordschleife hat nichts, aber auch gar nichts mit einer Rundstrecke gemeinsam. Ich bin zwar schon wieder ein Stück weit schneller geworden, doch muss ich das noch besser hinbekommen, damit wir weiter vorne ins Rennen starten können.“ Dennoch hatte der Youngster wieder sehr viel Freude an seiner Aufgabe: „Nordschleife fahren zu dürfen ist wahnsinnig cool. Das macht einen so großen Spaß, das muss jeder selbst einmal ausprobieren.“ 

Platz 20 im Gesamtklassement und Platz zwei in der SP9 Pro-Am Klasse kann sich für ein kleines Privatteam durchaus sehen lassen. Simon Reicher sieht sogar „Potenzial für das 24 Stunden Rennen. Wir haben uns gesteigert, sind sicherer geworden, konnten wieder wichtige Erfahrungen sammeln und sind unterm Strich deutlich schneller geworden. Wenn wir als Team jetzt noch alle gesammelten Daten beim 24h-Rennen umsetzen können, dann haben wir durchaus die Chance in der Pro-Am Wertung mitzumischen.“   

Das legendäre ADAC TOTAL 24h-Rennen Nürburgring findet vom Donnerstag den 24. bis Sonntag den 27. September statt. Nach derzeitigem Stand findet das 24h-Rennen 2020 ohne Zuschauer statt. Für alle, die es sich nicht nehmen lassen möchten, das Team um Simon Reicher zu unterstützen: Alle Informationen findet man Live im Internet unter https://www.24h-rennen.de/vor-ort-erlebnis-5/. „Sicherlich bin ich traurig. Mein erstes 24h-Rennen auf der Nordschleife und dann ohne die legendäre Zuschauerkulisse, ohne die ganzen Aktionen rund um den Ring, doch Gesundheit sollte uns alle wichtig sein“, so der Kirchberger.

 

profil

Der Rennfahrervirus hat ihn seit 2008 fest im Griff: Simon Reicher startete seine Asphaltkarriere als Achtjähriger im Kart und wechselte schnell vom lockeren Kurvenfahren auf dem Parkplatz zum schnellerem Tempo auf der Rennstrecke. Heute fährt er als einer der jüngsten GT-3 Tourenwagenpilot in verschiedenen nationalen und internationalen Rennserien.

„Einfach auf’s Gas steigen, das ist total mein Ding!“ schwärmt der neunzehnjährige Kirchberger von seiner Leidenschaft. „Die Geschwindigkeit, die coolen Autos, der Geruch der Rennstrecke nach Gummireifen, Benzin und Abgasen, dazu der Sound – das macht mir Gänsehaut!“ Mit seinem Vater Peter Reicher suchte Simon nach erfolgreichen Jahren im Kart eine passende Alternative zum Formelsport, die er im GT3- Rennsport für sich gefunden hat. Hier lernte er sein heutiges Team YACO Racing kennen, das große Stücke auf den Abiturienten und Mechatroniker hält.

Mehr Informationen über Simon Reicher >>>


 

 

Chassis
Audi R8 LMS EVO
Aluminium
ADAC GT Masters
Gewicht 1.235 kg

Engine
Audi – V10 Zylinder – 5200 ccm
Maximum Geschwindigkeit: 585 PS
Maximum Drehmoment: 550 Nm

Getriebe
Antrieb: Heckantrieb
Schaltung: 6 Gänge, sequenziell, Wippenschaltung

 

 

Performance
Beschleunigung: 0-100 km/h in 3.2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 305 km/h

About
Die zweite Baureihe des Audi R8 LMS startet seit 2016 im ADAC GT Masters und erhielt für 2019 einen Evo-Kit, mit dem unter anderem die Aerodynamik und die Kühlung optimiert wurden. Der R8 ist in dieser Saison mit 13 Exemplaren erneut das meistvertretene Fahrzeug im Starterfeld.