Simon Reicher erwartet neue Herausforderungen
25. Mai 2021 Zurück zur Artikelübersicht »

Kirchberg/Oberösterreich – Das legendäre 1000-Kilometer Rennen im südfranzösischen Paul Ricard erwartet am kommenden Wochenende (28. bis 29. Mai) nicht weniger als 45 GT3 Rennfahrzeuge aus ganz Europa. Seit Jahren ist das GT World Challenge Europe Rennen bei Teams und Piloten das ein Highlight der Saison. So auch für den jungen Österreicher Simon Reicher aus Kirchberg bei Mattighofen.

 

Nach seinem durchwachsenen Start vergangenes Wochenende im ADAC GT Masters, sieht er seine Aufgabe darin, konstant schnelle Rundenzeiten ohne Fehler abzuliefern. „Ich freue mich auf die 1000 Kilometer zu dritt. Das wird eine ganz besondere Herausforderung. Rein rechnerisch bedeutet das: Mindestens 333 Kilometer für jeden von uns drei Fahrer zirka 70 Mal durch 15 Kurven, also 1050 Kurven auf die Zehntelsekunde gleich schnell fahren und auf keinen Fall in der Konzentration nachlassen oder einen Fehler machen.“

 

Simon Reicher, der bereits mehrere 12- und 24-Stunden Rennen absolviert hat, befindet sich auch bei diesem Langstrecken Klassiker in guter Gesellschaft unter 135 international eingeschriebenen Piloten. Für die Rheingauer Mannschaft um Teamchef Peter Schmidt (Car Collection Motorsport) war der 21-Jährige schon beim 24-Stunden Rennen 2019 in Barcelona erfolgreich unterwegs. Mit der Startnummer 24 und zwei erfahrenen Teamkollegen, dem Niederländer Milan Dontje sowie dem Deutschen Patrick Kolb, ist die Erwartungshaltung höhergesteckt.

 

„Car Collection hat schon einige Titel geholt – ich bin der Newcomer. Meine Teamkollegen sind verdammt schnelle Fahrer, die aufgrund ihrer Erfahrung sehr genau wissen was sie tun. Ich werde wieder einiges dazu lernen und bin mir sicher, dass wir in der Amateur Wertung der Semiprofessionals ein ernstes Wort mitreden können, vorausgesetzt wir stellen uns nicht allzu ungeschickt an. Das Rennen dient uns Fahrer als Gradmesser, da wir heuer geplant haben, ein weiteres Langstreckenrennen zusammen zu fahren. Ich hoffe auf Sonnenschein. Was gibt es Besseres als an der Südküste Frankreichs zu fahren? Ganz besonders freue ich mich darauf gegen meinen GT Masters Teamkollegen Norbert Siedler zu fahren. Wir haben darüber schon Witze gemacht. Realistisch gesehen gehen wir aber nicht davon aus, dass wir uns auf der Strecke duellieren können. Allein in der GT World Challenge Europe das erste Mal an den Start gehen zu dürfen ist schon etwas ganz Besonderes. Ich bin voller Vorfreude“, berichtet der Student.

 

Die Sessions können von Freitag bis Samstag (28. bis 29. Mai) u.a. auf der Internetseite der gt-world-challenge-europe.com verfolgt werden. Der Start zum Rennen erfolgt am Samstag um 18:00.

 

profil

Der 21-jährige Simon Reicher ist im Motorsport kein Unbekannter. Seine Karriere begann im Alter von 8 Jahren. Klassisch – auf der Kartbahn. „Ich bin froh im Kartsport, der klassischen Schule des Motorsports, aufgewachsen zu sein.“ Und das mit Erfolg. 2014 gewann der das österreichische Motorsport Talent die 43. Trofeo delle Industrie im italienischen Lonato. 

Nach seiner aktiven Zeit im Kartsport wechselte er 2016 mit dem niederländischen Certainty Racing Team in den Renault Clio Cup Central Europe. Die ersten beiden Lehrjahre im Automobilsport waren vollbracht. Und so war es ein logischer Schritt in die nächst-höhere Motorsport Klasse zu wechseln. Mit seinem bis heute aktuellen YACO Racing Team absolvierte Simon Reicher 2018 in einem Audi RS 3 LMS eine erfolgreiche ADAC TCR Germany Saison. „Rückblickend habe ich viele positive und negative Erfahrungen machen dürfen. Keine Einzige möchte ich missen.“

Mehr Informationen über Simon Reicher >>>


 

 

Chassis
Audi R8 LMS EVO
Aluminium
ADAC GT Masters
Gewicht 1.235 kg

Engine
Audi – V10 Zylinder – 5200 ccm
Maximale Leistung: 585 PS
Maximum Drehmoment: 550 Nm

Getriebe
Antrieb: Heckantrieb
Schaltung: 6 Gänge, sequenziell, Wippenschaltung

 

 

Performance
Beschleunigung: 0-100 km/h in 3.2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 305 km/h

About
Die zweite Baureihe des Audi R8 LMS startet seit 2016 im ADAC GT Masters und erhielt für 2019 einen Evo-Kit, mit dem unter anderem die Aerodynamik und die Kühlung optimiert wurden. Der R8 ist in dieser Saison mit 13 Exemplaren erneut das meistvertretene Fahrzeug im Starterfeld.