
| 21. Juli 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |

Misano/Italien. Das vergangene Wochenende (17. bis 19. Juli) im italienischen Misano brachte dem österreichischen Team Eastalent Racing um Teamchef Peter Reicher die ersten Punkte in der GT World Challenge Europe powered by AWS. Beim insgesamt fünften Saisonlauf und zweiten Rennen des Sprint Cups stellte sich das Team mit seinem Audi R8 LMS evo II einem hochkarätigen Feld von 43 GT3-Fahrzeugen.
„Das ist großartig. Wir haben uns in die Punkteränge eingeschrieben“, freute sich Teamchef Peter Reicher am Sonntagnachmittag.
Den Sprint Cup bestreiten Simon Reicher und Christopher Haase gemeinsam. Die Serie und vor allem das einstündige Rennen gelten als die „Formel 1 des GT-Sports“ – entscheidend sind Präzision und möglichst wenige Fehler. Mit Platz acht am Samstag gelangen Eastalent Racing ein starkes Ergebnis und die ersten Meisterschaftspunkte. Der Sonntag verlief dagegen unglücklich: Mehrere kleinere Probleme sowie eine Kollision im Rennen führten zu einer nachträglichen Zeitstrafe von 45 Sekunden und zu Rang 35.
„Wie an jedem Wochenende in der GT World Challenge Europe powered by AWS war es auch diesmal ein Auf und Ab der Gefühle. Der Samstag mit Platz acht war richtig stark. Den heutigen Sonntag müssen wir leider abhaken. Entscheidend ist für mich, dass unser Aufwärtstrend deutlich zu erkennen ist. Das ist das Wichtigste“, sagte Peter Reicher.
Simon Reicher blickte ebenfalls auf das Wochenende zurück: „Es war verdammt warm. Wir haben uns von Beginn an schwergetan, unseren Rhythmus und unsere Pace zu finden. Bis zu den beiden Zeittrainings ist es uns aber gelungen, ein gutes Setup zu erarbeiten. Leider wurde in meinem Qualifying die schnellste Runde wegen Track Limits gestrichen. Ein Startplatz um Rang 15 wäre möglich gewesen. So mussten wir das Rennen von Platz 26 aufnehmen. Unterm Strich hat uns noch etwas Performance gefehlt. Das müssen wir jetzt analysieren und aus unseren Fehlern lernen. Wenn wir uns weiter verbessern, werden wir Schritt für Schritt stärker werden.“
Ingenieur und Teammanager Christian Schmidt-Gogler zog ebenfalls ein positives Fazit: „Die Doppelbelastung war eigentlich keine. Ich war hauptsächlich als Trackside-Manager und Renningenieur im Einsatz. Nachdem wir am Donnerstag mit kleineren bis mittleren Problemen ins Wochenende gestartet waren, haben wir den Audi R8 LMS evo II am Freitag auf unser Baseline-Setup zurückgebaut. Über das gesamte Wochenende hat das Team sehr gut gearbeitet. Dass Christopher am Sonntag die viertschnellste Rennrunde fuhr und gleichzeitig der schnellste Audi im Feld war, bestätigt unsere Arbeit. Wenn wir unser Gesamtpaket weiter optimieren und ein problemloses Wochenende erleben, können wir im Sprint Cup in dieser Saison noch einiges zeigen.“
Auch Christopher Haase sieht die Entwicklung positiv: „Ich glaube, dass wir über das gesamte Wochenende sehr ordentlich gearbeitet haben. Wir haben das Auto in den freien Trainings, im Qualifying und in den Rennen kontinuierlich verbessert. Mit Platz acht und den ersten Punkten haben wir in der Formel 1 des GT-Sports eine starke Leistung gezeigt. Wenn ich auf das Sonntagsrennen zurückblicke, bin ich überzeugt, dass wir in Zukunft noch bessere Ergebnisse erzielen werden. Im Qualifying haben Kleinigkeiten gefehlt, um das absolute Maximum herauszuholen. Insgesamt blicke ich aber sehr positiv auf das Wochenende. Wenn wir diesen Schwung mitnehmen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir noch bessere Resultate einfahren.“
Die nächste Herausforderung lässt nicht lange auf sich warten: Bereits am 31. Juli und 1. August gastiert die GT World Challenge Europe im französischen Magny-Cours, wo Eastalent Racing den positiven Trend fortsetzen möchte.
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Der 25-jährige Simon Reicher ist im Motorsport kein Unbekannter. Seine Karriere begann im Alter von 8 Jahren. Klassisch – auf der Kartbahn. „Ich bin froh im Kartsport, der klassischen Schule des Motorsports, aufgewachsen zu sein.“ Und das mit Erfolg. 2014 gewann das österreichische Motorsport Talent die 43. Trofeo delle Industrie im italienischen Lonato. Nach seiner aktiven Zeit im Kartsport wechselte der Österreicher 2016 in den Automobil Rennsport. Dort gab er 2016 und 2017 sein Debüt mit dem niederländischen Certainty Racing Team in dem Renault Clio Cup Central Europe und in der TCR Germany. 2018 präsentierte sich er mit dem renommierten YACO Racing Team im Cockpit eines Audi RS 3 LMS bei den ADAC TCR Germany. |